Richtigstellung  

 

Der über mich verfasste Wikipedia-Eintrag enthält lauter Fehler, Irreführungen und Halbwahrheiten. Er ist ganz offensichtlich in de- nunzierender Absicht erstellt worden, ohne Kenntnis meiner Per- son und meiner Werke. Bezeichnenderweise stört man sich beson- ders an meiner kleinen Schrift »Widerstand«, in der ich zur Vertei-digung der Meinungsfreiheit auffordere. Das Büchlein ist gegen jene Leute gerichtet, die es einfach nicht ertragen können, dass in einer funktionierenden Demokratie ein breites Meinungsspektrum beste- hen muss, und die deshalb Autoren, welche sich dafür einsetzen, zu verleumden versuchen. Man verhindert bei Wikipedia gegen alle Statuten jede Korrektur, ja sogar die Aktualisierung des Eintrags. Und es sagt leider viel über die absurden Zustände und das ver- giftete Klima in diesem Land aus, dass eine solche Replik überhaupt nötig ist.

 

Hier also die Richtigstellung der gröbsten Fehler, Desinformationen und Halbwahrheiten: 

 

- Mich der sogenannten »Neuen Rechten« zuzuordnen, ist der Ehre zu viel, der niemand widersprechen müsste, wenn sie denn berech- tigt wäre. Doch kommt es auf die Inhalte an, nicht auf den Ort ihres Erscheinens. Ich publizierte in der Jungen Freiheit, in der Sezession und bei Antaios, bei eigentümlich frei, in der Weltwoche, im Schwei- zer Monat. Allerdings arbeitete ich u. a. auch für den Fernsehsender SAT.1, man findet Texte von mir im Focus, beim dtv, auf Deut- schlandradio Kultur und im Deutschlandfunk. - Lebten wir tatsäch- lich unter freiheitlich-vernünftigen Verhältnissen, müsste es mög- lich sein, beides miteinander zu vereinbaren.

 

- Ich bin kein »politischer« Autor, sondern ein philosophischer, denn ich veröffentlichte bislang nur eine einzige kleine politische Schrift, hingegen aber acht philosophische Bücher.

 

- Zuletzt wieder dieser kindische wie heuchlerische Ruf nach dem sogenannten Verfassungsschutz, womit der Bock zum Gärtner gemacht wird... Dabei verhält es sich doch leider folgendermaßen: »Jedes Regime aber erläßt doch die Gesetze zu seinem eigenen Vorteil, die Demokratie demokratische, die Tyrannis tyrannische und die anderen ebenso. Indem sie das tun, erklären sie das für die Regierten als gerecht, was ihnen selbst zum Vorteil dient. Und wer das übertritt, den bestrafen sie als Verletzer der Gesetze und der Gerechtigkeit.« (Platon, Der Staat, 1. Buch, 338e) Denn niemand, der es unter den Spielregeln institutionalisierter Verlogenheit zu etwas gebracht hat, wird seine Privilegien freiwillig abtreten. - Wer also wäre weltscheu genug, sich gar nicht erst daran zu beteiligen?

 

Es bleibt daher zu hoffen, dass besonnene Menschen die dubiosen Methoden bei Wikipedia durchschauen und sich die nötige Skepsis demgegenüber bewahren, was anonym agierende Zirkel im Internet verbreiten.