Mythos Mensch

Eine Anthropodizee

 

Paperback, 316 Seiten

Norderstedt 2019

 

Der ewigen Scherereien mit den Verlagen müde geworden - es ist einfach nicht die Zeit und dies ist auch nicht das Land für solche Bücher -, erscheint der Mythos Mensch nun als eine Art Privatdruck. Vielleicht richtet sich dieses Buch, das wieder keinem Milieu das Wort redet, nur noch an die wenigsten, weil in jeder Hinsicht unabhängigsten Leser.


(Aufgrund fehlender Erfahrung in der Druckvorlagenherstellung hat sich leider ein kleiner Layout-Mangel eingeschlichen, der ab Januar 2020 in einer neuen, verbesserten Ausgabe behoben werden soll.)

 

Jeder Mensch ist sich selber ein einziger in sich geschlossener Mythos. Und folglich ist er es auch allen anderen. Die Welt stellt sich ihm dar als eine große, alles Mögliche umfassende Erzählung, worin seine Individualität gar nicht vorkommt, weshalb er sich in das große Weltgedicht erst selber hineinerzählen muss - und die Fabeln seiner Schöpfung gleich mit. Durch die Fähigkeit, ja durch den Willen zur Mythologie wurde der Mensch zugleich das Produkt seiner Mythen; eine Verbindung, die sich immer fester knüpfte, je mehr der Mensch in seinen Geschichten vom Menschen aufging. Denn das Erzählen der Welt fängt die Welt nicht ein, sondern bildet sie nur ab - und sieht ihr hinterher.

 

 

INHALT

 

Auftakt

 

I. Aus den Erfahrungen des Mensch-Seins

Wesen, Wille, Werden

Absichtlichkeiten

Wozu überleben?

 

II. Von der Freude am Mythos

Grundbedingungen des »schönen Lebens«

Pathogenese der Zivilisation

Warum die Welt das Ungeheuerliche bleibt

 

III. Erfindung der Glückseligkeit

Eine Frage der Reife

Ironische Brechung

Ankunft im Behagen

 

 

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